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Rezension: Backen mit Buchweizen und Hafer –Modesta Bersin- at Verlag


Modesta Bersin, die Autorin dieses Rezeptbuches, ist ausgebildete Ernährungsberaterin, Diätassistentin und Fastenlehrerin. Sie stellt in diesem Buch nicht nur Rezepte vor, sondern vermittelt viel Wissenswertes über Buchweizen und Hafer, die Lebensmittel, die in ihren Backrezepten eine wesentliche Rolle spielen. 

Das Werk ist in zwei Teile untergliedert. Der erste Teil ist dem Buchweizen gewidmet, der zweite dann dem Hafer. 

Zunächst erfährt man in Teil 1 Warenkundliches über Buchweizen und hier über die Renaissance dieser alten Kulturpflanze, die ähnlich wie Sauerampfer ein Knöterich-Gewächs ist. Informiert wird man nicht nur über Historisches, sondern auch über die Ernte und Verbreitung dieser Pflanze, bevor man ausführlich und sehr gut über die Nährstoffe von Buchweizen in Kenntnis gesetzt wird. Nicht nur der hohe Magnesium- und Eisenanteil spricht für den Buchweizen. 

Vorgestellt werden im Vorfeld 5 traditionelle Rezepte, in denen Buchweizen vorkommt, sei es als Mehl oder als Kerne. 

Die Rezepte der Autorin für Buchweizen sind untergliedert in: Rührteig, Mürbe- und Quark-Öl-Teig, Biskuitteig, Brot und Brötchen sowie Crêpes, Blini und Co. Dabei werden die Zutaten und die Beschreibung der Herstellung eines jeden Rezeptes sehr gut erläutert.

Appetitanregende Fotos vervollständigen die Informationen. Bei den Rührteigrezepten möchte ich die "Aprikosentarte mit Creme und Nussstreuseln" hervorheben, auch die „Mirabellentörtchen“, weil beide Rezeptergebnisse fruchtig und nussig zugleich munden und in die kommende wärmere Jahreszeit sehr gut passen. 

Bei den Rezepten für Mürbeteig oder Quark-Öl-Teig, spricht mich das Rezept für die "Apfeltarte" besonders an. Es ist übrigens eines der besten Apfeltarte- Rezepte, das ich kenne. 

Wer es herzhaft liebt, sollte die „Quiche Lorraine“ ausprobieren. Sie mundet vor allem zu einem Glas trockenen Weißwein. 

Bei den Biskuitteigen finde ich die „Schwarzwälder Kirschtorte“ interessant im Vergleich zur herkömmlichen Variante. Das gilt auch für die Obsttorte, die des Buchweizenmehls wegen einfach gesünder ist als Torten, deren Teig mit Weißmehl zubereitet wurde.

Bei den Brotrezepten sollte man das „Rustikale Saatenbrot“ sich genauer anschauen. Es überzeugt mich jedenfalls von seinen Zutaten her. Delikat und gesund zugleich.

Die Rezepte für Crêpes, Blinis und Co.  machen allesamt neugierig. Die „Crêpes mit Bratapfelfüllung“ haben mich sofort überzeugt.

Im 2. Teil geht es um Hafer. Davon gibt 25 verschiedene Arten. Hafer wurde schon vor 32 000 Jahren zu Mehl verarbeitet und besticht aufgrund seiner gesundheitlichen Aspekte. Aufgelistet werden zunächst traditionelle Rezepte mit Hafer, bevor die Rezepte der Autorin vorgestellt werden. 

Untergliedert sind diese in herzhafte und süße Rezepte. Wer gerne Brot bäckt, findet hier spannende Kreationen. Mich haben die süßen Rezepte mehr angesprochen, vor allem die Rezepte für "Mirabellentörtchen"  und "Pflaumenstrudel". 

Was noch?  Das Glossar am Ende ist sehr informativ. So wusste ich bislang nicht, was man unter dem Begriff  "Teff" zu verstehen hat und weshalb Vollrohrzucker dem weißen Zucker vorzuziehen ist.

Alles in allem ein Rezeptbuch, dass gesundheitliche Aspekte sehr gut mit geschmacklichen zu verbinden weiß. 

Helga König 

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