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Das große Buch vom Kräutertee – Simone J. Taschée, Klaus Postmann-Braumüller


Dieses überaus informative Buch des Autorenteams Dr. Simone J. Taschée, Dr. Klaus Postmann bringt den Lesern die Vielfalt der Kräutertees näher und wartet mit 100 Lieblingskräutern auf. Darüber hinaus lernt man 40 Topkräutermischungen kennen, dazu noch die besten Tricks für den perfekten Kräutertee, wird über dessen Geschichte informiert und kann sich schlussendlich über die zehn Gebote des Kräutertees kundig machen. 

Wie wird Tee definiert? Dieser Frage wird u.a. im 1. Abschnitt des Buches nachgegangen. Hier auch erfährt man, dass Kräutertees laut Gesetz ein teeähnliches Erzeugnis sind, weil Tee strenggenommen aus Blättern, Knospen und Stielen des Teestrauchs "Camillia sinensis" aus der Familie der Teegewächse stammen. Zu den teeähnlichen Substanzen zählen neben den Kräuter- auch Früchte- und Gewürztees.

Was man unter Heiltees versteht, wird auch genau definiert. Hier regelt nämlich der Gesetzgeber die Herstellung und den Verkauf. Über Inhaltsstoffe von Kräutern wird man gut aufgeklärt und erfährt Wissenswertes zu ätherischen Ölen, Alkaloiden, Anthranoiden, Bitterstoffen, Cumarinen, Flavonoiden, Gerbstoffen, Schleimstoffen, Saponinen und Vitaminen. Auch liest man wie einzelne Kräuterteile definiert werden und aus welchen Ländern die fokussierten Kräuter ursprünglich stammen. So erfährt man beispielsweise, dass der weltweit gebräuchliche Eukalyptus aus Ozeanien kommt und vormals eine Kolonialware war. 

Die bereits erwähnten 100 Lieblingskräuter sind von ihren Genussprofilen her durch eine gewisse Anzahl von Teetassen gekennzeichnet und alphabethisch geordnet. Neben dem gängigen Kräuterbegriff werden stets die lateinische Bezeichnung und auch die volkstümlichen Begriffen genannt. So sind die volkstümlichen Begriffe für Hanf :  Haschisch, Rauchhanf, Gras oder Marihuana. Man liest dann zu diesem Kraut wie zu allen anderen Kräutern Allgemeines, erhält anschließend eine Beschreibung, erfährt Näheres zur Verwendung, sonstig Wissenswertes und bekommt dazu noch Infos aus der Volksmedizin. 

Derzeit trinke ich mit Vorliebe Ingwertee. Schon bei den Römern sei Ingwer beliebt gewesen, liest man. Hildegard von Bingen empfahl ihn nur für kranke Menschen, nicht zuletzt, weil er so schwierig zu beschaffen war. Seine antioxidative, entzündungshemmende Wirkung überzeugt nicht nur in dieser Jahreszeit. 

Interessant auch ist, was man zum Tausendgüldenkraut liest. Es handelt sich um ein Bitterkraut, das für den Magen und Darm und die Verdauung hilfreich ist und leider einen herben pelzigen Geschmack haben soll. Dass es im Volksmund Gottesgnadenkraut heißt, deutet auf seinen hohen Gesundheitswert hin. 

Es folgen Rezepte für Kräuterteemischungen. Duft, Geschmack und Ziehdauer werden ebenso genannt, wie ein Kräutersteckbrief, Allgemeines und jeweils der obligatorische Genuss-Tipp. 

Sehr gut ist  übrigens die Teemischung, die man bei Wetterfühligkeit genießen sollte. Hier spielen Schwarzer und Langer Pfeffer aber auch Schwarzkümmel eine Rolle. "Zum Gesundbleiben" wird  auch eine Teemischung präsentiert. Eine Zutat ist Mädesüß, das die natürlichen Abwehrkräfte stärken soll. 

In der Teemischung "Für Nerven aus Stahl" spielt u.a. Zimt eine Rolle. Ein geschmackvoller Tee, der köstlich duftet…. "Für ruhige Nächte" sorgt eine Teemischung, die aus vier Kräutern besteht, darunter auch Lavendel, das Nervosität vertreiben soll. 

Weiter erfährt man die besten Tricks für einen perfekten Kräutertee, liest Wissenswertes übers Sammeln von Kräutern, das korrekte Trocknen und Lagern, dann auch über die Methoden der Teezubereitung. Dazu gibt es immer auch Genusstipps. 

Nicht uninteressant sind die Infos zur richtigen Kräutermenge, auch zum Teebeutel, Teesieb und Teeei, zu dessen Aromen und zur Kräutergeschicht

Dies und vieles mehr macht dieses Nachschlagewerk zu einem Geheimtipp für alle Kräuterteefans und jene, die es noch werden möchten. 

Maximal empfehlenswert. 

Helga König

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