Die Autorin dieses schönen, inspirierenden Buches ist die freie Journalistin Nora Manthey. Sie lebt derzeit in London und hat in Berlin Politik und Kommunikationsdesign studiert.
Die vielen, imposanten Bilder für "Coffee Style- Kaffee Kult Genuss" wurden seitens des Fotografen Horst A. Friedrichs realisiert. Auch er lebt in London, erforscht seit vielen Jahren Trends sowie Stile und hält diese in ausdrucksstarken Fotos fest.
Die Szene, der die beiden sich in diesem Werk gewidmet haben, ist in erster Linie in den Cafés angesiedelt, die man in den Großstädten der Welt findet.
Die eindrucksvollen Bilder, die in dieser Szene entstanden sind, werden von informativen Texten begleitet. So wird dem Leser zunächst eine neue Kaffeekultur nahe gebracht.
Kaffee ist heute ein Lifestyleprodukt erfährt man. In drei Wellen wurde die Kaffeekultur revolutioniert. Über diese Phasen wird man gut unterrichtet. Dabei wurde in der dritten Phase das Niveau abermals gehoben, die Spezialitäten-Kaffees wurden noch spezieller und dabei zunehmend zu einem hochspezialisierten Produkt.
Cafébetreiber haben zwischenzeitlich Kontakt zu Kaffeefarmern aufgenommen und wurden kundiger im Kauf der Produkte. Beim Rösten geht der Trend zu sanfteren Röstungsverfahren, weil auf diese Weise das Aroma besser bewahrt wird. Die neuen Stars der Szene sind die Produzenten. Mittels einer Art Fair-Trade-Modell sollen die Kaffeebauern mehr verdienen und im Gegenzug die Verbraucher mehr zahlen. Um den Preis zu rechtfertigen, wird man jetzt ausgiebig über das Produkt und dessen Geschichte aufgeklärt.
Die unabhängigen Cafés sind in erster Linie lokal verankert und bilden Räume kreativen Potentials. Für die Inhaberin von Ritual Coffee, Eileen Rinaldi beispielsweise ist "ein gutes Café immer ein Ökosystem, in dem eine Gemeinschaft wachsen und gedeihen kann."
Spannend sind die Bilder, die eine junge Szene von Kaffeegenießern präsentiert und zwar fernab von dem Klischee der altbackenen Damen mit Zündhütchen aus vergangener Zeit, für die der Kaffee Beiwerk zur Buttercremetorte war.
Spannend sind die Bilder, die eine junge Szene von Kaffeegenießern präsentiert und zwar fernab von dem Klischee der altbackenen Damen mit Zündhütchen aus vergangener Zeit, für die der Kaffee Beiwerk zur Buttercremetorte war.
Die Macher werden textlich und auf Fotos vorgestellt und man liest mehr über deren Kunstfertigkeit, die der Schlüssel zum Geschmackserlebnis darstellt. Das Zubehör bleibt auch nicht ausgespart und man erfährt auch über die Röstmeister Wissenswertes.
Interessanterweise geht es bei der neuesten Kaffeewelle weniger um digitale Vernetzung als um das persönliche Miteinander vor Ort.
Ein gelungenes Buch, das Kaffeeenthusiasten viel Freude bereiten wird.
Empfehlenswert
Helga König
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