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Rezension: Schokoladentrüffel aus der Dallmayr-Pralinenmanufaktur/ München

Zu einer guten Tasse Cappuccino verkosten wir gerade köstliche Trüffel aus der Dallmayr Pralinenmanufaktur/ München. Ein wahrlich angenehmes Vergnügen an diesem kühlen Pfingstmontag.

In einem weißen-blauen Dallmayr-Trüffelkästchen sind fünf kleine Tütchen mit  jeweils vier Trüffeln verborgen. Bevor wir über diese Leckereien etwas verraten, möchten wir zunächst davon berichten, wer diese überirdisch gut schmeckenden, kleinen Dinger herstellt. 

Die Leitung der Dallmayr Confiserie obliegt dem Salzburger Patissier und Chocolatier Christoph Lindpointner. Er machte sich bereits  u.a. als Chef Patissier in der Sternegastronmie einen Namen und war beispielsweise im Restaurant Dieter Müller, Bergisch Gladbach, aber auch im Hotel Villa Belrose, Saint-Tropez und im Hotel am Schlossgarten in Stuttgart tätig. Zuletzt war der Österreicher bis 2010 Chef Patissier des Restaurants Ikarus im Red Bull Hangar 7 in Salzburg. 

Die Philosophie des Chef-Chocolatiers der Dallmayer Pralinenmanufaktur besteht darin, traditionsreiche Confiserie-Handwerkskunst mit zeitgenössischen Trends in Einklang zu bringen. Ein Anspruch, den er mehr als nur zufriedenstellend in seinen Kreationen in die Tat umsetzt.

Die vorliegenden Trüffel sind ohne Konservierungsstoffe und mit einem reduzierten Zuckergehalt zubereitet worden. Allen gemeinsam ist ein hauchzarter Kuvertüreüberzug. 

Lindpointner lässt bei den Füllungen alles weg, was das Spiel der Aromen beeinträchtigen könnte und das macht seine minimalistischen Köstlichkeiten zu unnachahmlichen Besonderheiten, gewissermaßen zu essbaren Kunstwerken.

Der erste Himmelskuss, den wir probiert haben, war die "Champagner Trüffel" . Sie besteht aus mindestens 35% weißer Schokolade und 39% Edelvollmilchschokolade. Die in einen Hauch von Puderzucker gehüllte Edelvollmilchschokoladenkugel ist mit einer weißen, nach Champagner schmeckenden Creme gefüllt und übertrifft alles im Geschmack, was wir bislang als „Champagner-Trüffel" verkostet haben.  Das betörende Gaumenerlebnis hält lange an.

Die zweite Trüffelsorte, die unwiderstehlich mundet,  ist die Erdnusstrüffel mit Himalaya Salz. Ihre hauchdünne viereckige Hülle besteht aus 39% Edelvollmilchschokolade. Die nussig, leicht salzig schmeckende, sehr zarte Creme im Inneren dieser Trüffel macht eindeutig süchtig. 

In Kugelform kommt auch die "Passionsfrucht Karamelltrüffel" daher, die mindestens 39% Edelvollmilchschokolade und mindestens 35% weiße Schokolade enthält. Die fruchtige, sehr weiche Karamellfüllung besticht durch die exotischen Noten und durch leicht säuerliche Komponenten, die sich aufs Delikateste mit dem Karamellgeschmack vermählen. 

An Aufenthalte in der Provence erinnert mich die  "Lavendel- Cassis-Trüffel", die von einer zarten  mindestens 61% igen Edelbitterschokolade umhüllt ist.  Der Cassis-Gelee, der sich in einer Creme befindet,  ist sehr fruchtig und auf die Trüffelhülle wurden  kaum wahrnehmbar Lavendelblüten gestreut.  Dazu einen Schluck Champagner und man fühlt sich an "Kir Royal" erinnert.

Die "Grand Cru Jiviari-Trüffel" schließlich besteht aus mindestens 47% iger Edelvollmilchschokolade und enthält eine zarte Creme, die  die Verkoster schließlich in den Gourmethimmel trägt, der all die Trüffeldüfte des Hauses Dallmayr hinter geheimen Türen verschlossen hält.  Zu diesen blau-weißen Türen aber bekommt man für einige Momente einen Schlüssel, um einen Eindruck davon zu erhalten, wie es einst im Land, in dem Milch und Honig floss,   geduftet haben könnte.  Unser Eindruck: Atemberaubend köstlich. 

Diese Kreationen des Chocolatier Christoph Lindpointner  sind die pure Lust.

Sehr empfehlenswert.

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