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Rezension: Wiesbadener Kunder Törtchen, Confiserie Fritz Kunder GmbH, Wiesbaden Wilhelmsstr. 12

Vor mir liegt ein Kästchen, dem die Worte zu entnehmen sind: „Fritz Kunders süsse Erfindung seit 1902“.  Ein Bild vom Wiesbadener Kurhaus mit Springbrunnen und eine Abbildung des "Wiesbadener Kunder Törtchens, Original  Ananas, das Logo der Confiserie und der Hinweis „Die Wiesbadener Spezialität –Handwerklich gefertigt", lassen mich das Kästchen neugierig auf die Rückseite drehen, um  Wissenswertes über die Ingredienzien zu erfahren.

Dort lese ich, dass es sich bei dem Törtchen um eine Kunder-Spezialität handelt, die  seit 1904 bereits Liebhaber in aller Welt gefunden hat. Diese Köstlichkeit besteht aus einer Komposition aus Marzipan, Schokolade, Mandeln, nougatgefüllten Waffelböden und einer feinen Ananas-Füllung.

Das Kästchen enthält drei dieser Törtchen zu jeweils 50 Gramm. Bevor ich mich mit deren Inhalt befasst habe, las ich  zunächst den Informationzettel, der unter den Törtchen versteckt liegt. 

Dort ist die Geschichte der „Kunder Wiesbadener Ananastörtchen“ in Deutsch und Englisch abgedruckt. Hier liest man zunächst, dass  der Konditormeister Fritz Kunder gemeinsam mit seiner Frau Hermine 1898  in Wiesbaden eine Konditorei mit Kaffeehaus eröffneten, die als bald von Kurgästen aus aller Welt und auch vom Deutschen Kaiser Wilhelm dem II.  geschätzt wurden.

Seinem anspruchsvollen Kundenkreis offerierte  Kunder  wenig später seine Erfindung, die er bereits 1902 bei dem Kaiserlichen Patentamt anmeldete und einige Zeit danach die erste Auszeichnung dafür enthielt. 

14 Arbeitsgänge sind für dieses Rezept nötig, das heute in alle Welt verschickt  und  noch immer  in der gleichen handwerklichen Art hergestellt wird, wie vor 100 Jahren. 

Die  schönen Törtchen befinden sich in kleinen Plastikdöschen und bleiben auf diese Weise frisch und saftig. Um genau nachzuvollziehen, wie diese Köstlichkeit aufgebaut ist, habe ich eines der  Törtchen aufgeschnitten. Nougatgefüllte Waffelboden, ein überaus fruchtiges Ananas-Mus, gehackte Mandeln, Marzipan und dunkle Schokolade sorgen für ein lukullisches Erlebnis, das alles andere als alltäglich ist. Handwerklich ist das Törtchen bemerkenswert aufgebaut. Ich vermute man benötigt dazu die Finger eines Uhrmachers aus vorangegangener Zeit.

Für mich ist in diesem Törtchen alles das enthalten, was die berühmte Kurstadt Wiesbaden ausmacht. Alles Edle, Feine und Weltläufige. 

Empfehlenswert.

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Rezension: Offizielle Königspralinie „Oranje“, Confisierie Fritz Kunder GmbH, Wiesbaden

Jürgen Brand, der Chocolatier und Inhaber der Confiserie Kunder hat anlässlich des Besuches des niederländischen Königspaares Maxima  und Willem-Alexander am 3. Juni 2013 in Wiesbaden eine köstliche orangefarbene Buttertrüffel kreiert.

Der charmante Chocolatier war in seinem Leben schon oft in den Niederlanden, wie er mir berichtet hat und kennt die dortige Mentalität sehr genau.  Dieses Wissen und seine Liebe zu Land und Leuten hat er in die köstlichen Kugeln einfließen lassen, die  einfach überirdisch gut schmecken.

Dem niederländischen Königspaar  wurden die  Trüffeln beim Nachmittagskaffee in der Hessischen Staatskanzlei gereicht. Man braucht nicht viel Fantasie, um zu erahnen, wie diese Himmelsküsse den beiden gemundet haben. 

Die  Buttertrüffel besteht  übrigens aus  weißer Schokolade, Orangensaft, Honig, Butter, Sahne und anderen Ingredienzien und passt auch bestens  zu einer Tasse Tee.

Obgleich die Köstlichkeit ein Kind des Frühlings ist, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass sie auch in der Weihnachtszeit ein Renner werden wird. Die feine Orangencreme im Inneren, gepaart mit der weißen, etwas festeren Creme ist  als essbares  Gesamtkunstwerk einfach unwiderstehlich und  zaubert sofort ein Lächeln auf die Lippen.

Empfehlenswert.

Text: Helga König




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Rezension: Venus Brüstchen- 9 Stück, Confiserie Fritz Kunder GmbH, Wiesbaden.

Um es gleich vorab zu sagen, den Begriff "Venus-Brüstchen" finde ich nicht sexistisch, sondern ganz ungemein liebevoll. Dass die römische Göttin der Liebe, des erotischen Verlangens und der Schönheit einen kleinen, ästhetisch wohlgeformten Busen hatte, wissen wir spätestens seit die antike Mamorstatue - die Venus vom Esquilin - 1874 in Rom bei der Piazza Dante auf dem Hügel Esquilin gefunden wurde. 

Das vorliegende, viereckige Kästchen ist in roten und dunkelbraunen Farbtönen gehalten und verrät durch die abgebildete Chilischote, die neben zwei Venusbrüstchen ruht, dass es sich bei ihrem Inhalt um ein Aphrodisiakum handelt. Ideal also zum Nachtisch bei einem Liebesmahl. 

Der Rückseite der Pralinenschachtel ist zu entnehmen, dass die Praline scharf und süß zugleich schmeckt sowie hell und dunkel daherkommt. Das Venus-Brüstchen lebt also von den geschmacklichen Gegensätzen. Es ist der pikant mundende Chili, der der dunklen Schokolade eine unwiderstehliche Frische verleiht und Geschmacksknospen und alle Sinne weckt. 

Die knackige Zartbitter-Hülle wird von einem weißen Schokoladentupfer gekrönt. Nur auf diese Weise lässt sich die Praline mit den Brüstchen der Venus vom Esquilin gedanklich in Verbindung bringen. 

Die zarte Creme im Inneren der Praline zergeht lustvoll auf der Zunge. Das möchte ich speziell hervorheben.

Zutaten, die ideale Lagertemperatur sowie die Nähr- und Brennwerte sind auf der Rückseite der Pralinenschachtel auch aufgeführt. 

Neun Pralinen warten darauf, verspeist zu werden. In Venedig hätte einst ein Ehepaar drei der Pralinen dem "Cisesbeo", dem Liebhaber einer verheirateten Dame geschenkt. Eine faire Lösung wie ich finde.  

Empfehlenswert.
Text: Helga König
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Rezension: 25 Pralinen mit Williams- und Slivowitz-Füllung, Confiserie Fritz Kunder GmbH in Wiesbaden


Vor mir liegt eine witzig gestaltete Pralinenschachtel der Confiserie Kunder GmbH, Wiesbaden. Das Design ist bereits 50 Jahre alt und wirkt noch immer erfrischend jung. Hier stimmt einfach alles, sowohl bei der minimalistischen Farb- als auch bei der entsprechenden Formgestaltung.  

Dem Deckel kann man entnehmen, dass die Schachtel 25 Pralinen  bereit hält.  Diese ovalen Gaumenkitzler, die aus Zartbitterschokolade gemacht sind, verbergen jeweils ein alkoholisches Innenleben. Dabei sind die "Teufelsbirnchen" mit Williamsbrand und die "Pfläumchen mit Pfiff" mit Sliwowitz gefüllt. 

Die einzelnen Zutaten werden auf der Rückseite der Pralinenschachtel genau benannt. Dort auch erfährt man, dass man die Packung in einem Temperaturbereich von 14- 18 Grad C aufbewahren und vor Frost und Wärme schützen soll. 

Nicht unerwähnt bleibt, dass diese alkoholhaltigen Pralinen nur zum Verzehr für Erwachsene bestimmt sind. Brenn- und Nährwerte werden genau aufgeführt. Eine Praline enthält übrigens 39 Kalorien. 

Um das Innenleben der Leckereien auszukundschaften, habe ich zwei Pralinen aufgebissen und den Alkohol genüsslich getrunken. Die hochdünne Zuckerkruste bewahrt den "geistvollen" Inhalt  und macht insofern Sinn. 

Mein Favorit ist das "Teufelsbirnchen" des reifen Birnenaromas wegen. Doch auch das "Pfläumchen mit Pfiff" schmeckt köstlich. Die Zartbitterhülle der Pralinen harmoniert bestens mit dem jeweiligen Inhalt, von dem man keineswegs betrunken wird, wenn man sich auf zwei Pralinen pro Nasch-Event am Tag beschränkt. Die 78 Kalorien sind dann auch eher harmlos zu nennen. Alles bleibt im grünen Bereich.

Diese Spezialität eignet sich als schönes Mitbringsel, nicht nur wenn man zum Essen eingeladen ist, doch dann besonders. 

Empfehlenswert.

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Rezension: Drei feine, handgemachte Schokoladen der Confiserie Fritz Kunder GmbH, Wiesbaden

Neben den Rheingau-Schokoladen  hatten es mir letzten Freitag in der Confiserie Kunder GmbH in Wiesbaden auf der Wilhelmsstrasse  drei weitere handgefertigte Schokoladen allein schon ihrer schönen Optik wegen angetan.  

Diese Schokoladen entdeckte ich auf der Theke, in der Pralinen und Trüffel darauf warten, ihren Besitzer zu wechseln. Besonders begeistert war ich von der Gestaltung der „Ananas-Himbeerschokolade“, die sich aufgrund der knackigen, weißen Schokolade und einem rosafarbenen Pendant als eine fruchtig schmeckende Sommerleckerei entpuppte. 

Dekoriert ist sie mit einer fantasievollen Ananasblume, deren Stiel aus Zartbitterschokolade besteht. Die Blume selbst ist ein kandiertes, köstlich schmeckendes Ananasstückchen. Auch findet man auf der Oberseite der Tafel  gefriergetrocknete Himbeer- und winzig zerkleinerte Nussstückchen. 

Die Rückseite präsentiert ein interessantes Wabenmuster. Beim Brechen wird spätestens klar, dass es sich um eine handgefertigte Schokolade handelt. Diese passt bestens zu einem Glas Sekt oder aber auch zu einer Tasse grünen Tee.

Die „Zartbitter-Himbeerschokolade“ gefällt durch ihr geschmackvolles Design. Dabei wirkt  die rosa Schokolade wie ein kleiner Bach im Schlaraffenland, der sich durch eine Zartbitterlandschaft schlängelt. Die gefriergetrockneten Himbeerstückchen muten wie ein sommerlicher Blütenregen an. Diese Schokolade schmeckt übrigens paradiesisch gut, besonders dann, wenn man sie mit einer guten Tasse Kaffee genießt. 

Die dritte ist eine "Weiße Schokolade mit Pistazienkernen". Sie wird bei Kunder, bereits gebrochen, in Zellophan-Tüten angeboten und gefällt mir wegen ihren hellgrünen, nach Pistazien schmeckenden Einsprengseln gut. In meinen Augen ist es ein raffinierter Gruß an das alte Persien. 

Im Nachbargeschäftshaus der Confiserie bietet übrigens seit über 110 Jahren ein Wiesbadener Teppichhändler traumhaft schöne Seidenteppiche an. Wer auf einem dieser Teppiche diese weiße Schokolade mit Pistazien heimlich genießt, darf sich nicht wundern, wenn der Teppich begeistert zu fliegen beginnt und zwar dorthin, wo die Pistazien geerntet werden, in den Iran.  

Empfehlenswert.

Text: Helga König
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Rezension: Rheingau Schokolade- "Riesling" und " Spätburgunder"; Confiserie Fritz Kunder GmbH, Wiesbaden.

Bücher des Künstlers Michael Apitz habe ich bereits auf „Buch, Kultur und Lifestyle“ vorgestellt. Auch habe ich über Vernissagen berichtet, wo dessen imposante Bilder gezeigt wurden. Zudem  kann man  zwei Interviews mit Apitz auf  "Buch, Kultur und Lifestyle" nachlesen. Dass die Welt sehr klein ist, konnte ich in der Confiserie Kunder in Wiesbaden vor zwei Tagen mal wieder feststellen, als mir der Firmeninhaber und Chocolatier Jürgen Brand von seiner Arbeits-Beziehung zu Apitz berichtete. 

Der beliebte Künstler aus dem Rheingau hat gemeinsam mit dem Webdesigner Frank Förster die Verpackung für eine gefüllte Vollmilch- und auch für eine gefüllte Zartbitter-Schokolade  von Kunder gestaltet. Ein gelungenes Projekt, über das ich kurz berichten möchte, bevor ich zum jeweiligen Inhalt komme. 

Die beiden 100 Gramm Tafeln sind in edle, graue Kartons verpackt. Auf diesen hat Apitz den Weinberg, der zu Schloss Johannisberg führt, skizziert. In schlichten Lettern liest man "Rheingau-Schokolade" und befasst sich zunächst mit den Banderolen. Grasgrün ist die Banderole für die gefüllte Vollmilchschokolade, auf der dann nochmals die Skizze des Weinbergs zu sehen ist. Man denkt  bei der grünen Farbe sofort an den Riesling, der  im Rheingau wächst und genau zu diesem passt auch der Inhalt, der sich in dem Karton verbirgt. 

Kein Wunder auch, dass diese Schokolade „Riesling“ heißt. Der Rückseite der Banderolen sind die Zutaten zu entnehmen. „Riesling“ ist eine 100g schwere gefüllte Vollmilchschokolade. Der Kakaoanteil beträgt mindestens 30%. Sie enthält neben der Kakaomasse, der Kakaobutter, der Vollmilchpulver, der Butter und dem Zucker, 11% Rheingauer Riesling XO Weinbrand. 

Die Tafel, die  wie alle handgefertigten Schokoladen keine Sollbruchstellen aufweist, ist,  nachdem man sie aus dem Karton entnommen hat,   nochmals verpackt und zwar in eine durchsichtige Zellophanhülle. Auf der Oberfläche ist sie leicht wellig und erinnert entfernt an den Wellengang des Rheins. Sie duftet leicht nach der Rieslingtraube, sobald man ein Stück davon abgebrochen hat und man ist entzückt durch ihr cremiges Innenleben. 

Für den Gaumen stellt sie durch die zarte Konsistenz Verführung  pur dar. Gerade zum Abschluss eines kleinen Menüs, passt sie bestens zu einer trockenen Riesling-Spätlese, doch sie schmeckt zu einer Tasse Milchkaffee genau so gut.

Die Banderole der zweiten Schokolade ist in einem dunklen Pink gehalten. Das Design ist erneut dem Weinberg vor Schloss Johannisberg gewidmet. Die Schokolade heißt „Spätburgunder“. Dieser Rotwein wird im Rheingau nicht nur in Aßmannshausen angebaut. So viel nur dazu.

Auf dem Karton lese ich: „Herrlicher Rheingau: Wer hier zu Hause ist, liebt die Region, das besondere Flair: Mildes Klima verwöhnt die Reben. Schönste Landschaft erfrischt das Auge. Kunst, Kultur sowie Genüsse aus Küchen und Weinkellern schmeicheln den Sinnen.“ Das kann ich nach den unzähligen Besuchen dieser traumhaften Region  hundertprozentig bestätigen. 

Herr Brand berichtete mir von Verkostungen im Rheingau, wo Rheingauer Wein auf seine unwiderstehlichen Kreationen trifft und ich ahne das Genusserlebnis dort, nachdem mein Mann und ich die beiden Schokoladen probiert und jeweils den entsprechenden Wein dazu verkostet habe. 

Die „Spätburgunder“ enthält 100 Gramm gefüllte Zartbitterschokolade, mit einem Kakaoanteil von mindestens 60%. Dabei ist sie etwas kalorienreicher als die “Riesling“. Zu einem Glas Spätburgunder ist sie diese Sünde aber allemal  wert.

Der Rheingau Spätburgunder Weinbrand (VSOP) ist ein wirkliches Gedicht in der Füllung, die eine hauchdünne, helle buttrige Schicht und die dunkle überirdisch gut schmeckende Creme enthält, die bei mir im Verdacht steht, süchtig zu machen.:-))

Ein hinreißendes Geschmackserlebnis.

Diese gefüllte Zartbitterschokolade passt auch bestens zu einer Tasse Espresso zum Abschluss eines delikaten Festmenüs.

Beide Schokoladen  sind gefertigt durch die Pralinen u. Schokoladen Manufaktur Fritz Kunder.

Sehr  empfehlenswert.

Text: Helga König

http://www.kunder-confiserie.de/