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Rezension: Dolce Italia- Daniela und Felix Partenzi- Gerstenberg

Dieses sehr schöne Buch von Daniela und Felix Partenzi macht die Leser mit der Liebe der ItalienerInnen zu köstlichen Süßspeisen vertraut, schenkt visuell Einblicke in das Kaffeehausleben, so etwa in Turin oder in Fermo, erfreut durch Anekdoten und Bilder von den Rezeptergebnissen der Teilchen, des Kuchens und der Torten, Kekse, des Eises und der Sorbets, des Naschwerks und des Süßen zum Löffeln, die man in diesem näher Buch kennenlernt. 

Natürlich ist es nicht einfach, ein Buch wie dieses unbefangen zu loben, wo man doch weiß, welche Folgen hoher Zuckergenuss hat. Doch wie bei allem kommt es auf die Menge an, die man konsumiert und auf die Disziplin, wenn der süße Treibstoff das Regiment in unserem Genussverhalten übernehmen will. 

Die Rezepte im Buch sind allesamt gut erläutert und problemlos zuzubereiten. Es wird immer die Dauer die Zeit für die Fertigstellung genannt und auch für wie viele Personen die Mengenangaben ausreichen.

Grüße aus dem Süden sind unverkennbar der "Frische Mandarinenpudding" ("Fresco al Mandarino") und auch die weltweit eingeschlagene Kalorienbombe "Tiramisu" (Mascarponecreme mit Kaffee). Sie punktet als Energiequelle, in diesem Fall für hart arbeitende Landarbeiter. 

Sehr delikat ist der "Bonet Bianco" ("Piemontesischer Pudding"). Der beigefügte Rum sorgt hier für den letzten Kick. 

Verlockend finde ich die "Albicocche al Forno" ("Aprikosen aus dem Ofen"), die sich allerdings durch die Mascarpone über mangelnde Kalorien auch nicht beklagen dürfen. Zu dem Rezept "Zabaione al Marsala" ("Marsalaschaum") liest man übrigens historisch Wissenswertes und kann sich durchaus vorstellen, dass die "Delizie al Limone" ("Zitronencreme-Törtchen") schon Goethe entzückt haben könnten, sofern er sie auf seiner Italienreise kennengelernt hat. 

Unmöglich zu all den Rezepten im Buch an dieser Stelle etwas zu schreiben… Nennen möchte ich den "Pandoro die Verona", der Weihnachtskuchen aus der Stadt Romeo und Julias. Er überzeugt durch seine Einfachheit. 

Unwiderstehlich sind die "Pizzicotti Siciliani" ("Sizilianisches Marzipangebäck") und die "Brutti ma Buoni" ("Krokantbaisers"), dazu ein doppelter Espresso und man empfindet, selbst an nasskalten Wintertagen im sonnigen Süden zu sein. 

Italien! Das sind natürlich, wenn es um Süßes geht in erster Linie Gelati & Sorbets ("Eis und Sorbets"). Im Buch werden sehr gute Rezepte hierzu vorgestellt. Hervorheben möchte ich das "Gelato alla Crema D`Arancia" ("Orangencreme-Eis"), weil es den Geschmack von Italien am besten transportiert. Zudem möchte ich ganz zuletzt den "Sardischen Orangenkonfekt" noch anführen, weil auch er daran erinnert, dass "Dolce Italia" ohne die Götterfrucht nur halb so süß wäre. 

Das Buch überzeugt auch dann, wenn man nur ab und an zur Tat schreitet. Es macht nämlich auch viel Freude, Rezepte zu lesen, sich Aromen und Geschmacknuancen vorzustellen, um bei nächster Gelegenheit, wenn Gäste kommen, selbst hergestellte "Amaretti di Saronno" zum Espresso auf den Tisch zu bringen und gut gelaunt von "Dolce Italia" zu schwärmen. 

Maximal empfehlenswert 

Helga König

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