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Rezension: Venus Brüstchen- 9 Stück, Confiserie Fritz Kunder GmbH, Wiesbaden.

Um es gleich vorab zu sagen, den Begriff "Venus-Brüstchen" finde ich nicht sexistisch, sondern ganz ungemein liebevoll. Dass die römische Göttin der Liebe, des erotischen Verlangens und der Schönheit einen kleinen, ästhetisch wohlgeformten Busen hatte, wissen wir spätestens seit die antike Mamorstatue - die Venus vom Esquilin - 1874 in Rom bei der Piazza Dante auf dem Hügel Esquilin gefunden wurde. 

Das vorliegende, viereckige Kästchen ist in roten und dunkelbraunen Farbtönen gehalten und verrät durch die abgebildete Chilischote, die neben zwei Venusbrüstchen ruht, dass es sich bei ihrem Inhalt um ein Aphrodisiakum handelt. Ideal also zum Nachtisch bei einem Liebesmahl. 

Der Rückseite der Pralinenschachtel ist zu entnehmen, dass die Praline scharf und süß zugleich schmeckt sowie hell und dunkel daherkommt. Das Venus-Brüstchen lebt also von den geschmacklichen Gegensätzen. Es ist der pikant mundende Chili, der der dunklen Schokolade eine unwiderstehliche Frische verleiht und Geschmacksknospen und alle Sinne weckt. 

Die knackige Zartbitter-Hülle wird von einem weißen Schokoladentupfer gekrönt. Nur auf diese Weise lässt sich die Praline mit den Brüstchen der Venus vom Esquilin gedanklich in Verbindung bringen. 

Die zarte Creme im Inneren der Praline zergeht lustvoll auf der Zunge. Das möchte ich speziell hervorheben.

Zutaten, die ideale Lagertemperatur sowie die Nähr- und Brennwerte sind auf der Rückseite der Pralinenschachtel auch aufgeführt. 

Neun Pralinen warten darauf, verspeist zu werden. In Venedig hätte einst ein Ehepaar drei der Pralinen dem "Cisesbeo", dem Liebhaber einer verheirateten Dame geschenkt. Eine faire Lösung wie ich finde.  

Empfehlenswert.
Text: Helga König
http://www.kunder-confiserie.de/

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